Gesprächsregeln für romantische Momente

Gesprächsregeln für romantische Momente

Gesprächsregeln für romantische Momente

In romantischen Momenten wird oft ganz viel geredet. Gemeinsam schweigend einen Sonnenuntergang genießen kann auch romantisch sein, aber irgendwann davor oder danach wird geredet. Nur Schweigen ist nicht romantisch sondern langweilig.

In einem romantischen Moment willst du deinem Gegenüber seelisch begegnen. Du willst den Zauber der Liebe, des Lebens, eurer Begegnung spüren. Es geht nicht nur darum die Zeit bist zum Sex zu überbrücken. Auch wenn Sex irgendwo im Hintergrund funkeln mag, es ist nicht das Licht am Ende des Tunnels. Es ist der Moment der Zählt. “Augenblick verweile doch, du bist so schön!” ist der Schlüsselsatz in Goethes Faust. Und dieser scheue Moment lässt sich so leicht vertreiben und zerstören. Also sehen wir uns zunächst an, was einen romantischen Moment zerstört:

Gespräche, die romantische Momente zerstören

Erklärungen und Besserwisserei

Sie schwärmt von den Sternen und er erklärt ihr den Unterschied zwischen roten Riesen und weißen Zwergen. Redet von schwarzen Löchern und Weltraumschrott. Sterne sind eine Metapher für die Unendlichkeit, für zauberhaftes irgendwie bedeutungsvolles Funkeln, Astrologie und den Einfluss des Kosmos auf uns. Wissenschaft ist hier fehl am Platz. Sternzeichen gehen gerade noch.

Problemlösungen, Empfehlungen

Hör dir mal dieses Lied von Annett Lousian an und präge dir den Refrain ein! Da steckt eine gewisse Wahrheit dahinter.

Vorwürfe, Anschuldigungen

Eigentlich eh klar. Aber es passiert doch allzu oft allzu leicht. Wenn ein Vorwurf in dir hoch kommt. Was tun? Zurückhalten! Merken! Später! Es wird noch genug Zeit sein, den Vorwurf loszuwerden. Aber JETZT ist es unpassend. Beherrsche dich zugunsten des Momentes.

Rechtfertigungen

Ich hab doch nur …, Ich meine aber …, das nimmt schon die falsche Richtung. Stopp! Aber was kann man dagegen tun? Man muss das doch aufklären. Man muss sich doch rechtfertigen dürfen! – Ja – aber später. JETZT nicht wenn die Romantik bestehen bleiben soll. Zuhören, ausreden lassen. “Aha – so siehst du das. Und das hat dich verletzt? Das kann ich verstehen.” Auch wenn ich selbst das ganz anders sehe. Aber JETZT mal nichts dagegen setzen. Was kommt noch? Ist da noch etwas? Nimm es auf, wie ein Schwamm. Was tut das in dir? Was tut das mit dir? Später kannst du dich rechtfertigen, aber jetzt lass die Romantik zu!

Alltagsthemen

Was morgen zu tun ist, die Planung der nächsten Woche, des Urlaubs, die Kinder, die Eltern, … alles keine Themen für romantische Momente. Blendet den Alltag mal für ein paar Momente aus! Romantik und Alltag gehen ganz schlecht zusammen. Romantik lebt ausserhalb des Alltags. Die kleinen Momente, wo wir ausbrechen, wo der Alltag egal wird. Die können romantisch sein. Hole den Alltag wieder herein, und die Romantik – dieses scheue Wesen – verschwindet sofort.

Zynismus, Sarkasmus, Ironie

Eigentlich auch klar, dass das mit Romantik nicht gut zusammengeht. Und dennoch ist es nicht immer leicht, diese Dinge hintanzustellen. Was aber tun, wenn ein derartiger Gedanke in dir hochkommt? Einfach mal die Klappe halten.

Nur von sich selbst reden

Auch nicht gut. Du sollst schon etwas von dir selbst erzählen, aber nicht ausschließlich. Interessiere dich für dein Gegenüber!

 

Gespräche, die romantische Momente zulassen

Ja was darf man dann denn überhaupt noch sagen?

Grundhaltung:

  • Begib dich in eine Grundhaltung von: Zuhören, Aufnehmen, mehr wissen wollen, nachfragen, verstehen wollen. (Aber nicht verstehen um Lösungen anzubieten! Verstehen um dem Anderen zu signalisieren, dass er verstanden wird. Das reicht schon! KEINE PROBLEMLÖSUNGEN!)
  • Verlasse die Haltung von: Der Macher sein, der Problemlöser sein, der Checker sein, … zeige dich von deiner verletzlichen Seite! Auch wenn du selbst den Moment aktiv gestaltet hast, und im Hintergrund die Fäden ziehst. Lass es möglichst zufällig erscheinen. Speziell wenn durch die gesamte Inszenierung ganz klar wird, dass du dir mit der Vorbereitung irrsinning viel Mühe gegeben hast. Gib damit nicht an! Das ist ohnehin offensichtlich. Dir geht’s NUR um dein Gegenüber. Alles Andere ist jetzt unwichtig. JA AUCH DEIN HANDY!!! ABSCHALTEN!!!

Und was sind jetzt gute Themen?

Fragen:

  • Wie geht es dir innerlich? Wirklich?
  • Wie fühlst du dich?
  • Wovon träumst du?
  • Was erhoffst du dir von der Zukunft?
  • Was würdest du gerne tun, erreichen, … was sind deine Ziele?

Aufmerksamkeiten:

  • Mir ist aufgefallen, dass du …
  • Du hast einmal gesagt …
  • Du hast mich beeindruckt, wie du …
  • Mir gefällt so, wie du …

Von dir:

  • Ich wollte dir immer schon einmal sagen …
  • Mir geht’s so gut mit dir …
  • Ohne dich …
  • Ich habe Angst dass …
  • Manchmal fühle ich mich wie …

Komplimente:

  • Jetzt zählst nur du.
  • Im Moment ist mir das ganz egal, weil du bei mir bist.

Und verdammt noch ein Mal DREH DEIN HANDY AB!!!

 

So das war’s. Jetzt bist du dran! Was waren deine romantischsten Gesprächsthemen? Haben wir etwas vergessen? Schreib uns einen Kommentar!

 

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Required fields are marked *

*

Scroll To Top
%d Bloggern gefällt das: